Wohin als Private Banker?

Private Banker, die auf der Suche nach Veränderung sind, finden in Family Offices interessante Aufgaben. Diese verwalten die Vermögen besonders reicher Personen und stellen qualifizierten Beratern außergewöhnlich gute Verdienstmöglichkeiten in Aussicht.


Private Banker erwarten vielseitige Aufgaben

Family Offices sind diskret arbeitende Unternehmen, welche die Vermögenswerte reicher Familien verwalten und anlegen. Darüber hinaus bieten sie Dienstleistungen verschiedenster Art an. Private Banker sollten daher über Fachkenntnisse in den Segmenten Steuern, Erbschaften und Nachfolgeplanungen verfügen.

Die komplexen Anforderungen können noch anspruchsvoller werden, wenn es gilt, den Wünschen mehrerer Generationen gerecht zu werden oder wenn Familienmitglieder auf anderen Kontinenten leben.

Private Banker, die in Family Offices engagiert sind, werden mit schlanken Unternehmensorganisationen konfrontiert, weil zahlreiche Dienstleistungen an externe Partner ausgelagert sind. Mitarbeiter können sich daher auf eine Hauptaufgabe konzentrieren: die Beratung eines einzelnen Mandanten, oft innerhalb eines bestimmten Spezialgebiets.

Jobs im Family Office zunehmend begehrt

Private Banker werden in Finanzinstituten mit steigendem administrativen Aufwand immer öfters überfordert. Ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern sich zudem aufgrund des permanenten Wandels in der Bankenbranche. Nicht wenige Private Banker sind daher bereits zu Family Offices im In- und Ausland gewechselt. Andere haben den Absprung zwar geplant aber noch nicht vollzogen. Das Problem ist, das nur wenige eine echte Chance auf einen derartigen Job haben.

Lukratives Einkommen

Privat Banker, die als Berater im Family Office arbeiten, agieren relativ eigenständig und können Bezüge in Millionenhöhe erzielen. Ihr Entgelt setzt sich aus Gewinn abzüglich Vorschuss und Ausgaben zusammen, welche zulasten des Office gehen. Für Private Banker klingt dies oft äußerst verlockend, dabei dürfen jedoch die enormen persönlichen Risiken nicht außer Acht gelassen werden.

Die eigene Marke etablieren

Viele Private Banker wollen sich aber nicht schon wieder in neue Abhängigkeiten begeben. Daher ist die Selbstständigkeit in diesem Kreis sehr erstrebenswert. Dazu muss der Berater dann aber eine eigene Marke entwickeln und zukünftige Mandanten mit exzellentem Service überzeugen. Dies ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, da sich vermögende Kunden oft sehr schwer von ihren Bankbeziehungen trennen. Aber, es ist möglich. Gebraucht wird dann nur noch professionelles Handwerkszeug, wie eine KWG-Lizenz und schon kann die Selbstständigkeit beginnen.

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