Junge Menschen lieben mobiles Banking

Aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Bank geht hervor, dass junge Menschen ihre mobilen Endgeräte zunehmend für Onlinebanking nutzen. Gleichzeitig sind die jungen Leute fleißige, zu konservativen Modellen tendierende Sparer.


Wie erledigen Jugendliche heutzutage ihre Bankgeschäfte?

Für Azubis, Schüler, Studenten und Berufseinsteiger wird Onlinebanking immer attraktiver. Einerseits ermöglichen Onlinebanken mit übersichtlichen Portalen meist kostenfreie Transaktionen mit wenigen Klicks. Andererseits sind die verbliebenen Bank-Filialen schwer zu erreichen und die Anfahrt resultiert in Kosten. Bankgeschäfte können per Smartphone oder Tablet an jedem Tag der Woche zu beliebigen Zeiten erledigt werden. Etwa 80 Prozent der Befragten entscheiden sich 2018 für die Online-Varianten, 2017 waren es noch sechs Prozent weniger.

Bereitschaft für bargeldloses Bezahlen leicht gestiegen

Im Supermarkt den Einkauf oder die Rechnung an der Tankstelle mit dem Smartphone zu bezahlen, können sich 71 Prozent der Befragten vorstellen. Wichtig ist hierbei, dass es um überschaubare Beträge geht. Bei größeren Summen neigen die meisten Umfrageteilnehmer zu klassischen Methoden wie Barzahlung, Überweisung oder Kreditkarte. Die Zahl derer, die bereit sind, mobile Endgeräte zum Bezahlen zu verwenden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig erhöht. Ursache könnte sein, dass der Weg zum nächsten Geldautomaten mittlerweile weiter geworden ist.

Junge Deutsche sparen gerne

Finanzielle Sicherheit ist den jugendlichen Umfrageteilnehmern dieses Jahr noch wichtiger als 2017. Gut 94 Prozent legen Geld zurück, im Vorjahr waren es sieben Prozent weniger. Beim Sparen unterscheiden sich die jungen Menschen kaum von den Generationen vorher. Ungeachtet der dauerhaft niedrigen Zinsen favorisieren sie traditionelle Modelle wie Tagesgeld und Festgeld. Danach folgt der Bausparvertrag und immer noch verhalten bleiben Investments in Wertpapiere.

Fazit

Für die deutschen Geldhäuser offenbart die Umfrage, dass sie vielseitig agieren müssen, um junge Kunden dauerhaft zu binden. Einfache Transaktionen sollten auf hauseigenen Internet-Portalen zu erledigen sein, während für komplexere Geldanlagen Berater in Filialen verfügbar sein müssen. Junge Leute favorisieren zwar aus den dargelegten Gründen das Onlinebanking, aber nicht in jeder Angelegenheit.

Bildmaterial: phongphan5922@fotolia